Kanalsanierung mit Top-Technologie

Wer geschäftlich in China Fuß fassen will, muss etwas zu bieten haben, was dort noch wenig bekannt ist: Eine Methode zur Kanalsanierung zum Beispiel, die ohne das Aufreißen von Straßen auskommt. 

Die tubus GmbH aus Leipzig bietet diese grabenlose Top-Technologie an. Angesichts der dichten Bebauung und der Verkehrssituation in den Städten ist das für Chinas Regierung ein Topthema, denn die Kanalisation im Land ist marode und muss dringend saniert werden.

Bei dem grabenlosen Verfahren wird in ein schadhaftes Rohr ein Glasfaserschlauch eingezogen, mit Druckluft oder Wasserdruck aufgeblasen und an die Rohrwandungen gedrückt. 

So entsteht in einem alten Rohr ein neues intaktes und die Schäden werden umweltfreundlich und kostengünstig behoben. Die Technologie bietet auch Lösungen für die Ortung von Abwasserleitungen, deren Lage den Behörden nicht bekannt ist, sowie die Neuplanung, Erweiterung und Wartung von Rohrsystemen.

Um Zugang zum chinesischen Markt zu bekommen, ist die tubus GmbH eine Entwicklungspartnerschaft mit der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft eingegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft will das Unternehmen die Entscheider von morgen an seine Top-Technologie heranführen. 

Dazu hat es am Zhejiang College of Construction, ein Mustercollege für Umwelttechnologie und Energie-Effizienz, eine Übungsanlage installiert und stellt technische Merkblätter und Schulungsunterlagen zur Verfügung.

Das Berufsförderungswerk (BFW) Bau Sachsen e.V., seit 2004 in China bestens vernetzt, koordiniert die Zusammenarbeit mit dem College, schult chinesische Fachkräfte an der Übungsanlage, erarbeitet die Curricula und stellt sicher, dass im Unterricht die Praxis Einzug hält. 

Vier Professoren wurden so bereits ausgebildet und geben ihr Wissen an rund 800 Studierende weiter. Auch 50 Vertreter von Städten und Kommunen, Behörden und Kanalbetrieben, Fachfirmen und Ingenieurbüros sind inzwischen mit der neuen Sanierungs-Technologie vertraut.

„Die tubus GmbH kann in China, das großen Unterstützungsbedarf in der Kanalsanierung hat, ihre Technologie an zentraler Stelle bekannt machen und sich so einen neuen Markt erschließen; und das Land kommt in den Genuss einer maßgeschneiderten Weiterbildung, die Know-how und Ausbildungsstandards auf ein neues Fundament stellen.“ 

Heiko Klose, Geschäftsführer der tubus GmbH

Zahlen | Daten | Fakten

0
Studenten
werden wissenschaftlich ausgebildet.

Multiplikatoren

4 Professoren und 50 Fachkräfte aus Behörden, Fachfirmen, Ingenieurbüros sind geschult.

Ausbildung

Ein Train-the-Trainer-Programm ist aufgebaut.

Technologie

Eine Methode zur grabenlosen Kanalsanierung wurde etabliert.